, Bieri-Gygax Gabriela

Clubwochenende Magglingen 28./29. Juni 2025

Bei allerschönstem und eher heissem Wetter haben wir das erste Clubwochenende in Magglingen verbracht.

Gasttraining mit Ludovic Chammartin

Bereits morgens um 8 fanden wir alle nach und nach den Weg in die richtige Halle auf dem weitläufigen Gelände vom Nationalen Sportzentrum Magglingen. Dort erhielten wir den allgegenwärtigen Patch – ohne ihn geht hier alles und ohne gar nichts. Es blieb uns genug Zeit um uns mit der modernen Halle vertraut zu machen, bis das Training mit unserem Gasttrainer Ludovic Chammartin begann. Spätestens jetzt war auch der Letzte hellwach: Ludovic beeindruckte uns mit seinen Spezialtechniken, die er in seiner erfolgreichen aktiven Karriere entwickelt und mit denen er zahlreiche Gegner zu Fall gebracht hatte. Wir erhielten eindrückliche Einblicke in seine technische Arbeit als Leistungssportler und probierten die Techniken aus. Dabei blieben wohl die meisten von uns im Stadium "Herantasten": Gut wurden Handyvideos gemacht und unsere Trainer:innen werden die Inputs von Ludovic im Training nochmal aufgreifen.

Ju Jitsu und Judo sind verwandt

Nach einer dringend nötigen Trinkpause zeigten uns Jorien und Alex, wie die Judotechniken mit den Ju Jitsu-Techniken verwandt sind, ganz ähnlich wie sie es auch im Donnerstagtraining um 18:15 machen. Wir Judokas waren froh, wenn uns die Ju Jitsukas die Atemis nochmals langsam zeigen konnten und die Ju Jitsukas konnen wohl zwischendurch von einem Tipp in Bezug auf effizientes Werfen profitieren. Wer sich lieber athletisch herausfordern wollte, konnte sich in der Halle daneben unter der Leitung von Mätthu und Thömu austoben.

Bellavista

Nun blieben die Gis in der patchgesicherten Gardarobe und wir machten uns – frisch geduscht - auf den kurzen steilen Weg ins Bellavista, wo gegessen und geschlafen wurde. Die Zimmer waren sehr angenehm - mit Dusche, WC und allem, was man braucht. Viel Zeit darin verbrachten wir allerdings nicht, denn das Programm liess kaum Langeweile zu.  Die Verpflegung war merklich auf Sportler:innen ausgerichtet, drei Menüs zur Auswahl, dazu Salat, Suppe und Dessert – und Wasser mit und ohne Gas inklusive.

Wer nach dem Mittagessen keine Ju Jitsu - Prüfung zu bestehen hatte, konnte sich entweder weiterhin auf der beschatteten (aber trotzdem relativ warmen) Terrasse entspannen - oder sich an der Bar im Nachbarsgebäude einen Kaffee gönnen.

Messer, Kata und Badi

Am Nachmittag haben Mätthu und Thömu einen fordernden Cirquit mit einem dringend benötigten Badibesuch abgeschlossen. Wer lieber eher technisch trainieren wollte, konnte das bei Claudio mit und gegen Waffen - konkret Messer - tun. Für mich war das „Stechen" und „Schneiden" schon sehr, sehr weit ausserhalb gewohnter Bewegungsmuster und gerade deshalb besonders eindrücklich. Dabei wurde schnell klar: Einen Messerangriff abzuwehren ist selbst mit viel Training extrem schwierig und kaum verletzungsfrei möglich – im Ernsfall also lieber laufen, und zwar schnell. Anschliessend hat uns Eliane O-soto-otoshi und O-soto-gari in verschiedenen Katas ausprobieren lassen. Sie hat uns die Eigenheiten dieser Übungsformen erklärt und aufgezeigt, wie in den Katas die Prinzipien der Würfe herausgearbeitet werden.

Waldhaus

Am Abend trafen wir uns im lauschig kühlen Waldhaus, ein kleines Funkloch-Paradies (bei den meisten jedenfalls), das, an diesem Samstag einen schweisstreibenden Fussmarsch entfernt, oberhalb des Sportzentrums liegt. Der reichliche eingefeuerte Schwenkgrill mit Kurbelrost trieb Neil zwar die letzten Schweisstropfen aus den Poren, aber nach ein paarmal Kohle nachlegen wurden dann doch noch alle satt. Auch die Vegis, für welche Katja in einem Sondereinsatz was fleischfreies organisieren fahren musste.

Warmer Morgen mit Taiji im Lerchenwäldchen

Am nächsten Morgen starteten die ganz Fleissigen mit einem Footing, die anderen etwas später mit einem reichhaltigen Frühstücksbuffet. Obwohl erst 7:30, fühlte sich die Terrasse temperaturmässig gemäss Jorien bereits „Wie in den Ferien in Südfrankreich“ an. Trotzdem hat Brigitte fürs Taiji – Qigong im Lerchenwäldchen noch ein kühles Outdoorplätzchen gefunden. Wer lieber etwas fordernder ins Sonntagstraining starten wollte, konnte das im Athletic-Training mit Thömu und Mätthu tun und weitere Übungen für das Rumpftraining erlernen, das wir ja alle regelmässig zwei-, dreimal pro Woche machen (hüstel).

Ne Waza

Fürs anschliessende Ne Waza-Training standen wir wieder alle gemeinsam im Gi auf den Matten. Leider hatte sich Claudio am Samstag verletzt, weshalb Alex den Ju Jitsu-Teil mit Hebeltechniken am Boden übernahm. Den Judoteil leitenden Mätthu und Thömu – auch er mit einer wehen Wade. Auch hier lohnte es sich, die Techniken mal mit jemandem aus der anderen Disziplin auszuprobieren – zumindest bei mir gab es auch so noch einige Knoten im Gehirn.

Schön gsii – Merci!!

Mit dem abschliessenden Mittagessen ging das heisse und sehr gelungene erste Wochenende des JJCBs in Magglingen zu Ende. Dank des grossartigen Trainer:innen- und Organisationsteams konnten alle viele kameradschaftliche, gesellige, technische und athletische Erlebnisse mit nach Hause nehmen und einige vermutlich auch ein kleines Andenken in Form von Muskelkater. Ein riesiges M E R C I dem OK, den Trainer:innen und dem Vorstand - und allen mit Blessuren gute und schnelle Besserung!

 

Impressionen: 

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